PlayMais rockt die Kinderzimmer, harhar!
Schon oft hatte ich von Playmais gehört, diverse Reportagen gesehen und mich bisher lediglich für die Erfindung und die Firmenerfolgsgeschichte interessiert. Mit Kind ist das nun aber eine ganz andere Geschichte. PlayMais fängt bei uns einiges an schlechter Laune auf und sorgt für Konzentration und Kreativität.
Mitte 2010, bei einem unserer vielzähligen Toysrus Rundgänge mit Kleinkind (im übrigen sehr empfehlenswert, da das Kind jeden auch noch so kleinen Artikel entdeckt und es durch vehementes Brüllen in seinen Besitz bringen möchte) entdeckte ich PlayMais im Regal. Und da unser Sohn zu dem Zeitpunkt noch alles in den Mund nahm – egal welche Konsistenz, Größe, Form oder Farbe der Gegenstand hatte –
fiel mein erster Blick auf die Angaben aus was dieses PlayMais den überhaupt ist. Die bunten weichen Bausteinen bestehen aus Maismehl gemischt mit Lebensmittelfarbe. Heißt für mich soviel wie: Er kann es schlucken und aufessen und wird dabei nicht mehr als einen bunten Mund bekommen und der Inhalt seiner Windel wird sich in der Farbe des gegessenen Bausteins einfärben. Gekauft!
Damit Mami auch etwas Spaß hat, habe ich mich für ein großes Paket mit Anleitung und Kulisse entschieden, die Unterwasserwelt war also unser. Zu Hause wurde das Paket erstmal aufgerissen, darin befinden sich ein Kunststoffmesser, eine Anleitung, ein kleiner Lappen und natürlich die Bausteine. Die Bausteine werden von Junior kaum beachtet, er mag das Kunststoffmesser viel lieber, das ich ihm nach Überprüfung des Schärfegrades auch gerne überlasse. Ich widme mich währenddessen der Anleitung und der Kulisse, deren Einzelteile ich aus Kartonbögen herauslösen muss. Die Teile sind zum Glück durchnummeriert, so dass jede Koralle auch wirklich zu ihren Teilen kommt. Die Anleitung schockt mich erstmal, wie soll das jetzt genau gehen; teilen, drücken, biegen, rollen, ausschneiden – komplizierte Sache. Ich fühle mich überfordert im Gegensatz zu Junior der sich mit dem Messer ans Teilen der Bausteine machte – planlos aber glücklich! Wir ertränken den mitgelieferten Lappen erstmal in Wasser und testen wie und ob die Bausteine miteinander zu verkleben sind. Einmalig, sie kleben miteinander, auf Papier, auf Glas und auch an der Kulisse. Zu viel Wasser macht wenig Sinn, da sich die Lebensmittelfarbe dann sofort auf den Händen niederlässt und alles irgendwie klebrig macht.
Unsere ersten Werke nach Anleitung sehen noch recht wackelig aus. Unser Fisch gleicht eher einem Monsterwal, die Krake
sieht schon sehr gut aus und die Schildkröte wird unsere Tagesbestleistung. Ab diesem Tag habe ich PlayMais immer in einer kleinen Plastiktüte mit dabei wenn Kinder anwesend sind. Man legt weiße Blätter aus und lässt den Kindern freie Wahl was und wie sie ihr Blatt mit PlayMais gestalten. Sogar die großen Kids (so ab 20) waren davon begeistert und bauten Kunstwerke in 3D-Optik.
Im übrigen erwischte ich meinen Sohn nur einmal des Nachts wie er auf einem braunen PlayMais-Baustein herumkaute. Er behauptete steif und fest, dass es eine Kartoffel sei – sein Mund war braun und das Playmais völlig verklebt. Der Geruch und die Konsistenz erinnerten irgendwie an ein Stück „Flip“ nur weniger fettig! Sozusagen kulinarische Genüsse der ganz besonderen Art.
Mittlerweile hatten wir den 650 Teile Pack der Unterwasserwelt fast aufgebraucht und ich schaute mich nach anderen Paketen um. Mir fielen insbesondere die Piratenbox und die Zirkusbox auf – gedacht und bestellt. Junior hatte eh eine kleine Belohnung verdient. Der Preis für solch eine Box bewegt sich immer um die 10 Euro – manchmal mehr, manchmal weniger.
Die beiden Pakete gefallen mir sehr viel besser als die Unterwasserwelt.
Zur Piratenbox
Die Piratenbox ist genauso ausgestattet wie die Unterwasserwelt nur mit anderen Kulissenteilen. Ein Kunststoffmesser (diesmal in einer anderen Farbe), ein Lappen (der hatte die gleiche Farbe), die Bausteine und eine Anleitung sowie die Pappkulissenteile. Diese kamen mir deutlich stabiler vor und irgendwie war das System durchdachter. Die Anleitung war eindeutig und so hatte ich in kurzer Zeit ein kleines Fischerboot, das große Piratenboot und die Insel im Umriss stehen. Unser Ziel war es, das Piratenschiff genauso aussehen zu lassen wie auf der Box abgebildet. Eine Seite haben wir auch schon fertig, sieht totschick aus und macht richtig Spaß. Durch das Aufkleben der Bauteile werden die Pappteile sogar noch stabiler und halten richtig gut zusammen. Das einzige unschöne ist das Segel, welche auf einem Stück Papier abgebildet ist, aufgeschnitten werden muss und mühevoll in den Mast reingefrimmelt wird. Hält auch nur sehr grenzwertig, ich werde aber einfach PlayMais drüberkleben.
Zur Circusbox
Auch hier waren die Kulissenteile deutlich stabiler, außer der Zirkuswagen. Die Reifen halten kein bisschen und sind schief, ich denke das gibt sich aber wenn man ihn komplett mit PlayMais beklebt hat, den das Zeug bekommt alles stabil.
Um euch einen Eindruck zu hinterlassen, wie die Bastelei mit PlayMais funktioniert, habe ich mal den Kapitän der Piratenbox gebastelt.
Wörter die PlayMais beschreiben: ungiftig, kreativ, pädagogisch wertvoll, Qualität, unbedenklich, biologisch abbaubar
Folgende PlayMais Packungen sind zur Zeit bei Amazon verfügbar :
Die Unterwasserwelt
Die Unterwasserwelt beinhaltet die Spielsteine, ein Kunststoff-Messer, einen Schwamm und die Kulissenteile für die Korallenriffe. Eine Anleitung für eine Schildkröte, eine Krake, diverse Fische und einen Krebs liegt dabei. Die Kulissen müssen aus einem Bastelbogen herausgetrennt werden und ineinandergesteckt werden. Da sich die Einzelteile gleichen sind sie nummeriert um Verwechslungen vorzubeugen.
In diesem Paket sind natürlich die Bausteine, das Messer, der Lappen und 10 Kartonplatten für das Schloss vorhanden. Nachdem das Schloss zusammengesteckt ist, kann es mit den Bausteinen verziert werden. Eine Anleitung für den König und eine Prinzessin und diversen Rittern liegt dabei. Damit kann man ein wunderschönes Schloss bauen, ganz aus Playmais.
In dieser Packung ist die Grundausstattung vorhanden, ein Messer, ein kleines Tuch und die Bausteine. In der Anleitung finden sich Menschen, diverse Tiere unter anderem einen Hahn, eine Kuh und Hasen. Die Kartonplatten für den Stall und das Wohnhaus sind beigelegt. Daraus ergibt sich eine schöne Tierfarm ganz im Playmais-Stil.
In der Piratenbox befindet sich die Grundausstattung: Bausteine, Kunststoffmesser, kleiner Lappen. Aus den Kartonplatten lässt sich das Piratenschiff, ein Ruderboot und eine Insel zusammensetzen. Die Anleitung beinhaltet diverse Piraten, eine Schatztruhe etc. Die braunen Bausteine reichen leider nicht für das komplette Piratenschiff.
In der Zirkusbox ist neben den Bausteinen ein Kunststoffmesser und ein kleiner Lappen beigelegt. Aus den Platten lässt sich ein großes Zirkuszelt mit Manege zusammenbauen und ein kleiner Käfigwagen, der allerdings sehr wackelig auf seinen Rädern steht. In der Anleitung sind ein Clown, Dompteur, Affe, Elefant, ein Tiger abgebildet usw. Wie die Sterne gemacht werden, die auf der Manege abgebildet sind – ich habe keine Ahnung!
Für Mädchen sicher die schönste Box von allen. In der Box sind 3 Karten zum Dekorieren, 3 vorgestanzte Prinzessinnen und ein Hintergrund zum spielen dabei. Damit lassen sich drei dreidimensionale Prinzessinnen gestalten: Schneewittchen, Dornröschen und Aschenputtel.
Die übliche Grundausstattung besteht aus einem Kunststoffmesser, einem kleinen Lappen und den Bausteinen. Mit dabei sind Kartonplatten jeweils einmal für den Dschungel und einmal für den Jeep. In der Anleitung werden ein Löwe, eine Giraffe und Dschungelführer gezeigt.
In diesem Karton ist die übliche Grundausstattung, ein Kunststoffmesser, ein kleiner Lappen und die Bausteine. 7 Kartonplatten mit denen sich das Fantasie-Haus zusammensetzen lässt. Eine Anleitung mit recht kuriosen Lebewesen ist beigelegt, am Ende kommt ein buntes lebendiges Fantasie-Haus heraus, dass selbst äußerst kurios dreinschaut – fast schon mehr als die Kreaturen!
Und nun wünsche ich euch und euren Kindern viel Spaß beim Basteln und ausprobieren!















